Meldung vom 06.07.2026

Neuer Netzknoten im Raum Wörthersee/Rosental: Umspannwerk Aich

UW_Aich_037 © Kelag/Henry Welisch

v.l.n.r.: Reinhard Draxler (Kelag-Vorstand), Eva Tatschl-Unterberger (Geschäftsführerin Kärnten Netz), Thomas Wuksch (Bürgermeister Marktgemeinde Schiefling), Margit Heissenberger (Bürgermeisterin Marktgemeinde Velden am Wörthersee), Michael Marketz (Geschäftsführer Kärnten Netz) und Guntram Perdacher (Bürgermeister Marktgemeinde St. Jakob im Rosental)

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Die Kärnten Netz plant, in der Nähe der Ortschaft Aich, Gemeinde Schiefling am Wörthersee, ein neues Umspannwerk zu errichten. Es wird dazu beitragen, die Kundinnen und Kunden in der Tourismusregion Wörthersee und St. Jakob im Rosental auch in den nächsten Jahrzehnten zuverlässig und sicher mit Strom zu versorgen und die Einspeisekapazitäten für erneuerbare Energien wesentlich zu erhöhen. Das neue Umspannwerk ist ein Teil des sehr umfangreichen, mehrjährigen Investitionsprogrammes der Kärnten Netz.

Bei der Standortwahl wurde besonderes Augenmerk auf möglichst geringe Auswirkungen auf Anrainerinnen und Anrainer sowie auf das Landschaftsbild gelegt. Das Umspannwerk wird in ausreichender Entfernung zu bewohnten Objekten errichtet und wird aufgrund seiner Lage kaum einsehbar sein. Weil sich die Anlage direkt unter der bestehenden 110-kV-Leitung befinden wird, sind keine zusätzlichen 110-kV-Leitungsanlagen erforderlich. „Von diesem Umspannwerk verlegen wir insgesamt 32 km leistungsstarke 20-kV-Kabelsystemlängen zum bestehenden Schaltwerk Velden Süd, Umspannwerk Rosegg und der Schaltstation Mühlbach sowie zu Trafostationen in den Gemeinden Schiefling am Wörthersee und Velden“, erläutert Michael Marketz, Geschäftsführer der Kärnten Netz. „Teil des Projektes ist auch der Bau von drei modernen Kompakt-Trafostationen. Mit diesem Projekt schaffen wir automatische Umschaltmöglichkeiten bei Störungen, damit erhöhen wir die Versorgungssicherheit in der Region spürbar. Und nach Inbetriebnahme der neuen 20-kV-Kabelverbindungen können rund 6,5 km der bestehenden 20-kV-Freileitungen in dieser Region demontieren“, betont Marketz.

In das Umspannwerk Aich und die dazu gehörenden Ausbauten in die 20-kV-Netzinfrastruktur in der Region Wörthersee und St. Jakob im Rosental investiert die Kärnten Netz rund 11,5 Millionen Euro, davon 7,5 Millionen Euro in das Umspannwerk und 4 Millionen Euro in den Ausbau des Mittel- und Niederspannungsnetzes. Derzeit laufen die Genehmigungsverfahren. „Nach Vorliegen aller Bewilligungsbescheide möchten wir im Jahr 2027 mit den Bauarbeiten beginnen, die bis Ende 2028 andauern werden“, sagt Geschäftsführer Marketz.

„Wir sind mitten in der Energiewende!“
„Der schrittweise Ausstieg aus fossiler Energie erfordert sowohl den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern als auch Investitionen in das Stromnetz auf allen Spannungsebenen“, sagt Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag. „Mit dem Umspannwerk Aich machen wir das Stromnetz im Raum Wörthersee und Rosental fit für die kommenden Jahrzehnte, denn wir sind mitten in der Energiewende. Unsere Kundinnen und Kunden werden mehr Strom für Wärmepumpen für die Raumheizung und für E-Autos benötigen und gleichzeitig auch mehr Strom aus PV einspeisen. Genau darauf richten wir das Stromnetz aus.“

EU-Förderprojekt „GreenSwitch“
Der Bau des Umspannwerkes Aich und die Ausbauten im Mittelspannungsnetz werden über das Förderprojekt „GreenSwitch“ von der Europäischen Union mit insgesamt rund 3,7 Millionen Euro gefördert. „Die EU unterstützt die Automatisierungstechnik in diesem Umspannwerk, die der sicheren Versorgung der Region und der zusätzlichen Integration von erneuerbarer Energie ins Stromnetz dient sowie Investitionen in das Mittelspannungsnetz“, erläutert Tatschl-Unterberger. Für das Förderprojekt „GreenSwitch“ kooperieren sieben Netzbetreiber aus Slowenien und Kroatien und die Kärnten Netz aus Österreich. Es hat das Ziel, die Energiesysteme im Zusammenhang mit der Energiezukunft weiterzuentwickeln und zu transformieren. „Über dieses Projekt fließen insgesamt 146 Millionen Euro in Projekte der sieben Netzbetreiber, rund die Hälfte dieser Summe wird gefördert. Knapp 25 Millionen Euro Förderungen gehen an Projekte der Kärnten Netz, das Umspannwerk Aich ist eines davon“, sagt Tatschl-Unterberger. Bis heute hat die Kärnten Netz bereits knapp die Hälfte des Fördervolumens in konkrete Projekte investiert.

Das Projekt stärkt Schiefling
„Die Errichtung des neuen Umspannwerks Aich ist ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit unserer gesamten Region“, erklärt Thomas Wuksch, Bürgermeister der Marktgemeinde Schiefling am Wörthersee. „Der Raum Wörthersee und das Rosental wachsen und mit ihnen der Bedarf einer stabilen, modernen und zukunftsfitten Strominfrastruktur. Dieses Projekt stärkt nicht nur die Netzqualität für unsere Haushalte und Betriebe, sondern schafft auch die notwendigen Kapazitäten für die Energiewende. Immer mehr Menschen setzen auf Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität. Damit diese Entwicklungen möglich bleiben, brauchen wir ein leistungsfähiges Netz, das die erneuerbare Energie aufnehmen und verteilen kann. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit den Behörden und der Kärnten Netz geplant, wodurch eine klare Perspektive für die Umsetzung entsteht. Die EU-Förderung im Rahmen von Green Switch unterstreicht zusätzlich die Bedeutung dieses Ausbaus für die gesamte Region. Für Schiefling ist das Umspannwerk Aich ein Zukunftsprojekt, das unsere Gemeinde langfristig stärkt und die Energieversorgung auf ein neues, sicheres Fundament stellt“, so Wuksch.“

Ausdrückliche Unterstützung für das Projekt
„Auch wenn das neue Umspannwerk Aich in unserer Nachbargemeinde Schiefling errichtet werden soll, ist dieses Projekt auch für die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde Velden am Wörthersee von großer Bedeutung“, betont Bürgermeisterin Margit Heissenberger. „Eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfitte Stromversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für Lebens-qualität, Wirtschaft, Mobilität und die Energiewende in unserer gesamten Region. Ich unterstütze dieses Vorhaben daher ausdrücklich. Mit dem Ausbau der Netzinfrastruktur schaffen wir die Grund-lage dafür, dass Haushalte, Betriebe und Gemeinden auch in den kommenden Jahrzehnten verlässlich mit Strom versorgt werden und erneuerbare Energie besser in das Netz eingespeist werden kann. Das ist ein wichtiger Schritt für Velden, für den Raum Wörthersee und für das Rosental.“

Investition in die Zukunft des Rosentales
„Eine sichere und leistungsfähige Stromversorgung ist heute eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung unserer Gemeinden“, sagt Guntram Perdacher, Bürgermeister der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental. „Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Haushalte und Betriebe auch in Zukunft zuverlässig versorgt werden und die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann. Gerade für den ländlichen Raum ist eine moderne Stromversorgung ein entscheidender Standortfaktor. Sie stärkt die Versorgungssicherheit und ist auch eine wesentliche Voraussetzung für Betriebsansiedlungen, die Weiterentwicklung bestehender Unternehmen und die Nutzung erneuerbarer Energien. Ich freue mich daher, dass mit dem geplanten Umspannwerk eine wichtige Investition in die Zukunft des Rosentals erfolgt. Als Gemeinde werden wir das Projekt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten konstruktiv begleiten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Region langfristig zu stärken und gute Rahmenbedingungen für die Bevölkerung sowie für unsere Wirtschaft zu schaffen.“

Jährlich mehr als 150 Millionen Euro für das Kärntner Stromnetz
Die Kärnten Netz setzt derzeit ihr größtes Investitionsprogramm um und investiert pro Jahr mehr als 150 Millionen Euro in die Verstärkung und Erneuerung der Netzinfrastruktur. Neben zahlreichen kleineren Maßnahmen umfasst das Programm auch eine Reihe bedeutender Großprojekte. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Umspannwerke Klagenfurt/Kirchengasse, Ferlach und Treibach erneuert. Darüber hinaus erfolgten die Erweiterung des Umspannwerkes Wolfsberg sowie der Neubau des Umspannwerkes Rangersdorf im Mölltal.

Die Kärnten Netz als führender Strom- und Erdgasverteilnetzbetreiber in Kärnten stellt die Netzinfrastruktur allen Kunden und Energielieferanten diskriminierungsfrei zur Verfügung. Eine qualitativ hochwertige, zuverlässige und verfügbare Netzinfrastruktur ist in der heutigen Zeit eine unverzichtbare Lebensader für Bevölkerung und Wirtschaft. Die Kärnten Netz ist sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und richtet ihre Tätigkeitsfelder darauf aus.
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