Meldung vom 23.06.2026

Kelag Energie & Wärme: Firstfeier für das Biomasse-Heizwerk Lustenau

20260623_KEW_Firstfeier Lustenau © © Kelag _ Lukas Hämmerle

Am Foto v.l.n.r.: Andrea Domberger (Geschäftsführerin Kelag Energie & Wärme), Vizebürgermeister Martin Fitz, Architekt Clemens Huber, Energie-Landesrat Daniel Allgäuer, Bürgermeister Patrick Wiedl, Energiegemeinderat Simon Vetter, Wolfgang Gutjahr (Projektleiter Kelag Energie & Wärme), Kurt Rauch (Rauch LFL), Adolf Melcher (Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme), Wirtschaftsgemeinderat Simon Ender.

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In der Marktgemeinde Lustenau wurde heute ein Meilenstein für die zukünftig nachhaltige und grüne Fernwärmeversorgung erreicht: Beim Biomasse-Heizwerk fand die Firstfeier statt. Weniger als ein Jahr nach dem Spatenstich für die Fernwärme Lustenau ist das Projekt weit fortgeschritten. „Im Herbst können wir mit der Wärmelieferung an die Kundinnen und Kunden beginnen“, kündigt Adolf Melcher an, Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme.

28 Millionen Euro Investition in die Energieunabhängigkeit von Lustenau
Die Kelag Energie & Wärme investiert rund 28 Millionen Euro in die Biomasse-Fernwärme von Lustenau. Das System besteht aus dem Heizwerk und im Endausbau aus einem rund 17 km langen Fernwärmenetz. Rund 200 Gebäude werden an das Netz angeschlossen. „Das Heizwerk Lustenau errichten wir nach dem modernsten Stand der Technik“, erläutert Adolf Melcher. „Wir haben einen Biomassekessel mit einer Leistung von fünf Megawatt installiert, für das Warmwasser im Sommer setzen wir eine Wärmepumpe mit einer Leistung von einem Megawatt ein. Ein Ölkessel mit acht Megawatt dient als Ausfallsreserve und für die Spitzenabdeckung. Auf diese Weise erreichen wir bei der Fernwärme in Lustenau einen erneuerbaren, grünen Anteil von mehr als 90 Prozent, bei einem geplanten Wärmeabsatz im Endausbau von rund 22 Millionen Kilowattstunden.“
Dieses System gewährleistet die sichere Versorgung der Kundinnen und Kunden mit grüner Wärme in den nächsten Jahrzehnten. Adolf Melcher: „Mit diesem Projekt schaffen wir eine Infrastruktur, die aber weit über die technische Versorgung hinausgeht. Wir investieren in Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Lustenau.

Regionale Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg
Schlüssel für den Erfolg von Fernwärmesystemen sind immer lokale Partnerschaften, betont Melcher. „Hier in Lustenau gehören dazu die sehr gute Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und die Kooperation mit der Firma Rauch LFL GmbH, sie beschafft für uns die Biomasse. Das Land Vorarlberg unterstützt unseren gemeinsamen Weg in Richtung erneuerbare Energie und mehr Energieunabhängigkeit mit Förderungen. Dafür darf ich mich heute bei den Vertretern des Landes recht herzlich bedanken.“

Konsequente Arbeit an der Energiezukunft
Landesrat Daniel Allgäuer sagte bei der Firstfeier beim Biomasse-Heizwerk: „Es freut mich sehr, heute - nach dem gemeinsamen Spatenstich im vergangenen Jahr - erneut hier in Lustenau zu sein und die Firstfeier dieses wichtigen Energieprojekts mitzuerleben. Die sichtbaren Baufortschritte zeigen eindrucksvoll, wie rasch und konsequent an der Energiezukunft in unserem Land gearbeitet wird.“

Unabhängig von teurer, importierter Energie
Bürgermeister Patrick Wiedl: „Projekte wie die Biomasse-Fernwärme zeigen auch, was die regionale Wirtschaft leisten kann. Heimische Betriebe bauen das Netz, der Lustenauer Betrieb und Kooperationspartner, die Rauch LFL, liefert die Biomasse und beschickt das Heizwerk. Das sichert die Wertschöpfung im Land, schafft Aufträge, sichert Arbeitsplätze und stärkt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig. Das Wichtigste ist aber: Wir machen uns unabhängiger von teurer, importierter Energie. Eine Win-win-Situation.

Weiterer Ausbau des Biomasse-Fernwärmesystems Lustenau
Die ersten Projektideen für eine Biomasse-Fernwärmeversorgung von Lustenau hat es im Jahr 2018 gegeben, vor knapp einem Jahr hat der Spatenstich stattgefunden. „Wir haben unsere Zusagen eingehalten und uns als verlässlicher Partner für die Kundinnen und Kunden und für die Marktgemeinde Lustenau erwiesen, die unser Projekt immer aktiv unterstützt hat“, betont Adolf Melcher. „Wir sind aber noch nicht am Ziel. Die Arbeiten am Biomasse-Heizwerk sind weit fortgeschritten, beim Fernwärmenetz werden wir bis Jahresende 2026 etwa die Hälfte fertiggestellt haben. Vor allem im Jahr 2027 und auch noch im Jahr 2028 werden wir das Netz erweitern, um noch mehr Kundinnen und Kunden mit grüner Fernwärme versorgen zu können.“ Für den zukünftigen Betrieb des Heizwerkes Lustenau hat die Kelag Energie & Wärme einen Techniker aus Vorarlberg gefunden.

Unabhängig von weltpolitischen Ereignissen
Mit der Biomasse-Fernwärme Lustenau entsteht eine Infrastruktur, die rund 2,5 Millionen Liter Heizöl – importiere fossile Energie - durch regionale, erneuerbare Energie ersetzt, rund 6.700 Tonnen CO2 pro Jahr einspart und Lustenau über Jahrzehnte verlässlich und mit nachhaltiger Fernwärme versorgen wird. „Zum Zeitpunkt der ersten Projektideen für Lustenau hat unsere Welt noch anders ausgesehen“, betont Melcher. „Damals gab es noch keinen Krieg Russlands gegen die Ukraine und noch keinen Krieg am Persischen Golf, mit ihren dramatischen Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung. Regionale Biomasse für die Wärmeversorgung macht uns unabhängig von weltpolitischen Ereignissen wie diesen!“

Als 100%-ige Tochtergesellschaft der Kelag bietet die Kelag Energie & Wärme seit über 50 Jahren Gesamtlösungen im Bereich Energie und Wärme für ganz Österreich. Vom Einfamilienhaus bis zum Konzern, von der reinen Stromlieferung bis zum Abwärme-Projekt, von der Erdgas-Versorgung bis zur Wartung und Betriebsführung - unsere Lösungen sind nicht nur individuell und zuverlässig, sondern auch nachhaltig. So sind wir Marktführer im Bereich der Wärmeerzeugung aus Biomasse und dem Einsatz von industrieller Abwärme und der größte österreichweit tätige Wärmedienstleister. Vervollständigt wird dieses Spektrum durch das innovative Produktportfolio im Bereich Strom und Erdgas für Business-Kunden. Die Kelag Energie & Wärme entwickelt auch neue Geschäftsbereiche, wie z. B. die Digitalisierung von Heizkostenabrechnungen bis hin zu kompletten Wohnbauten mittels IoT (Internet of Things).
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