Meldung vom 27.09.2021

Grünes Licht für die größte zusammenhängende PV-Anlage in Kärnten

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Gemeinsam mit Kärntner Industrieunternehmen
Beim Bau der größten PV-Anlage in Kärnten vertraut Geschäftsführer Gerd Tilly auf zwei Kärntner Industrieunternehmen. Die PV-Module wurden von der Energetica Industries GmbH in Liebenfels produziert und geliefert. Technisch umgesetzt wird die größte PV-Anlage von der Kelag Energie & Wärme GmbH. „Wir haben alle drei großen Hallen mit PV-Modulen bestückt“, erläutert Gerd Tilly. „Diese Anlage wird pro Jahr rund 3 Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht erzeugen, die wir zur Gänze in unserem Unternehmen nutzen können. Diese tolle Anlage, die größte ihrer Art in Kärnten, erzeugt pro Jahr den Jahresbedarf von rund 850 Haushalten. Wir verbessern damit unseren grünen Fußabdruck. Allerdings: Die 3 Millionen Kilowattstunden sind nur etwa 10 % unseres Gesamtstrombedarfs und wir haben keine weiteren Dachflächen mehr, die wir mit PV-Modulen bestücken könnten. Deswegen stelle ich die Frage an die Politik: Wie geht es weiter? Wir werden auch PV auf Freiflächen errichten müssen!“

Österreichische Qualität von Energetica Industries
Die PV-Anlage in Althofen ist eine der größten Anlagen, welche die Firma Energetica Industries heuer ausgeliefert hat.
„Wir freuen uns, dass sich das Kärntner Unternehmen Tilly Holzindustrie für PV-Module aus Kärntner Produktion entschieden hat“, sagt Andreas Kogler, Geschäftsführer der Energetica Industries GmbH. „Unsere hochwertigen Module werden unter den strengen österreichischen Umweltauflagen in Liebenfels produziert, sie sind in der Anschaffung etwas teurer als Module aus Fernost. Wir konnten aber mit Qualität punkten, weil für Tilly nicht nur der Einkaufspreis ausschlaggebend war, sondern die Nachhaltigkeit in Form von Langlebigkeit. So konnten wir gemeinsam Wertschöpfung in Europa erzielen.“

Neue Kooperation Tilly Holzindustrie und Kelag Energie & Wärme
„Bei diesem Projekt arbeitet die Kelag Energie & Wärme als Dienstleister, wir übergeben Tilly Holzindustrie im Herbst die fertige, funktionierende PV-Anlage“, sagt Geschäftsführer Adolf Melcher. „Wir haben die PV-Anlage konzipiert, geplant und die Unterlagen für die bau- und gewerberechtliche Genehmigungen erstellt. Darüber hinaus stimmten wir die Pläne mit dem Kunden, den Behörden, der Feuerwehr und mit dem Netzbetreiber ab und beschafften die Komponenten. Wir sind auch für die Bauüberwachung, die Logistik und die Montage verantwortlich, bis zur Inbetriebnahme und Abnahme seitens des Netzbetreibers Kärnten Netz.“

Technische Unterstützung der Kelag für die Kärntner Industrie
„Es macht uns stolz, dass Tilly auf unsere technische Expertise vertraut“, sagt Manfred Freitag, Sprecher des Vorstandes der Kelag. „Wir haben fast 100 Jahre Erfahrung beim Erzeugen und Verteilen von erneuerbarer Energie, vor allem Strom. Dieses Wissen nutzen wir nicht nur für uns selbst, sondern machen es über Dienstleistungen auch für unsere Kunden zugänglich. Die Zusammenarbeit mit Tilly in Althofen ist dafür ein sehr gutes Beispiel. So können wir die heimische Industrie in ihrem Bemühen unterstützen, noch grüner und umweltfreundlicher  zu arbeiten, indem sie ihre Dachflächen mit PV-Modulen ausstatten und so ihre Hausaufgaben erledigen können.“ Das Beispiel Tilly zeigt aber auch, dass wir auf dem Weg zur klimaneutralen Wirtschaft noch sehr viele Herausforderungen vor uns haben, betont Freitag. „Wir werden noch viel mehr Strom aus erneuerbarer Energie brauchen, sowohl aus Wasserkraft als auch aus PV und Windkraft. Und auch das Stromnetz werden wir weiter ausbauen müssen.“

Kaiser: „Grüne Leuchttürme im Bezirk St. Veit an der Glan“
Das Land Kärnten hat für das Projekt in Althofen Förderungen zugesagt. „Kärnten ist auf europäischer Ebene und auch international Vorreiter in der Erzeugung erneuerbarer Energie. Mit der Umsetzung dieser bis dato größten zusammenhängenden Photovoltaikanlage setzen wir in Kärnten diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energie fort“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser. „Hier realisieren drei Kärntner Industriebetriebe gemeinsam eine zukunftstaugliche Energielösung und übernehmen damit Enkelverantwortung“. Im Bezirk St. Veit an der Glan gibt es mehrere grüne Leuchttürme, sagt Kaiser. „Dazu gehören unter anderem der Hersteller von PV-Modulen Energetica in Liebenfels, aber auch grüne innovative Anwendungen wie die Nutzung von PV-Strom durch die Firma Tilly Holzindustrie und die Nutzung von grüner Energie für die Fernwärme in Althofen durch die Kelag Energie & Wärme.“ Zudem verweist der Landeshauptmann auf die erst kürzlich gemeinsam mit Klima- und Umweltministerin Leonore Gewessler in Betrieb genommene größte Solarthermische Anlage Österreichs in Friesach, die als Bürgerbeteiligungsmodell realisiert wurde.

Zusammenarbeit Tilly – Kelag Energie & Wärme
Tilly Holzindustrie und Kelag Energie & Wärme arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. „Wir liefern Tilly jene Strommenge, die das Unternehmen nicht selbst erzeugen kann, natürlich Strom zu 100 % aus Wasserkraft und Ökoenergie“, sagt Melcher. „Gleichzeitig speist Tilly Abwärme aus Biomasse in unser Fernwärmenetz ein, über das wir unsere Wärmekunden in Althofen mit grüner Wärme versorgen. Die Zusammenarbeit beim Bau der PV-Anlage ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Kooperation. Gemeinsam machen wir Gutes noch besser, indem wir die Energiewende aktiv gestalten.“


Der Kelag-Konzern ist einer der führenden Energiedienstleister in Österreich.

Die Konzernunternehmen sind in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Wärme österreichweit tätig, mit dem Schwerpunkt in Kärnten. Das 1923 gegründete Unternehmen hat umfassende Erfahrung im Erzeugen, Beschaffen, Verteilen und Verkaufen von leitungsgebundener Energie. Die Kelag gehört zu den großen Stromerzeugern aus erneuerbarer Energie - Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik - in Österreich. Das Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme. Die Kärnten Netz nimmt den Verteilernetzbetrieb für Strom und für Gas in Kärnten wahr. Internationale Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik sowie der Energiehandel im Ausland sind in der Kelag International gebündelt.

Neben dem Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger im In- und Ausland liegt der Schwerpunkt der Kelag auf Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählen beispielsweise Energieeffizienz- oder Energiemanagementlösungen wie Photovoltaik, Smart Metering und Smart Home. Darüber hinaus beschäftigt sich die Kelag mit den strategischen Entwicklungsfeldern E-Mobilität und Breitband/Glasfaser. Mit einem Konzernumsatz von € 1.061 Mio. und 1.578 qualifizierten Beschäftigten zählt der Kelag-Konzern zu den Kärntner Leitbetrieben.
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