Meldung vom 23.11.2023

Kelag Konferenz Erneuerbare Energie 2023

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Gruppenfoto von links nach rechts: Danny Güthlein, Sebastian Schuschnig, Gilbert Isep (Kelag Aufsichtsratsvorsitzender), Gaby Schaunig, Martin Gruber, Reinhard Draxler

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Heute versammelt sich auf Einladung der Kelag ein hochkarätiges Fachpublikum aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zum Thema „Kooperation und Beteiligung – eine neue Dynamik für die Energiewende?“ im Casineum Velden.

Für die Erreichung der Klimaziele und die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende braucht es das Engagement aller gesellschaftlichen Akteure. Im Rahmen der "Konferenz Erneuerbare Energie 2023" beschäftigen sich die rund 300 Teilnehmer:innen mit der Frage, wie die aktive Zusammenarbeit auf dem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft gestärkt werden kann.

„Aus Sicht der Energiebranche ist die Zukunft vernetzt, komplex und kleinteilig. Die Energiezukunft wird aus dem Zusammenspiel von drei Dimensionen wesentlich systemisch beeinflusst: Technik, Energiepolitik und Gesellschaft. Um bis zum Jahr 2040 zu 100 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen zu können, müssen wir bei den erneuerbaren Energieträgern alle Effizienzen heben. Die Technologie dafür gibt es schon, aber es fehlen oft Anreize aus dem Fördersystem. Wir wollen uns daher als Energiedienstleister besser mit allen Stakeholdern vernetzen, noch mehr in Dialog treten und die Zukunft gemeinsam gestalten“, erklärt Danny Güthlein, Vorstand der Kelag.

„Die Kelag und die Kärnten Netz betreiben seit ihrem Bestehen Kooperationen und Partnerschaften auf verschiedensten Ebenen. Von kommunalen und regionalen Projekten in der Energieerzeugung, über landesübergreifende Aktivitäten wie die Errichtung der Breitbandinfrastruktur in Kärnten bis hin zu transnationalen Kooperationen wie zum Beispiel im Rahmen von EU- Förderprojekten wie „GreenSwitch“. So können wir einen wesentlichen Beitrag zur Standortentwicklung leisten sowie Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit sicherstellen“, erläutert Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag.

„Die Kelag ist ein wichtiger Partner des Landes Kärnten beim Erreichen der Klimaziele und einer erfolgreichen grünen Transformation. Der Klimawandel ist die größte und unmittelbarste Bedrohung für die Menschheit. In einer gemeinsamen „Klimaagenda Kärnten – Klimamaßnahmen für Kärnten“ bekennen wir uns als Nachhaltigkeitskoalition dazu, alle Anstrengungen daran zu setzen, unseren Beitrag für eine positive Klimawende zu leisten. Die Forcierung erneuerbarer Energien ist neben der Sanierungsoffensive am Gebäudesektor ein ganz zentraler Punkt. Die Kelag ist dabei als Kärntner Leitbetrieb sowohl Innovationstreiber als auch Investitionsmotor“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig.

Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber betonte das große Potenzial Kärntens bei der erneuerbaren Energie und den Willen der Politik, den Ausbau zu beschleunigen. Als Beispiel gab er einen Ausblick auf die geplante, neue PV-Anlagen Verordnung des Landes. „Wir wollen sorgsam mit Boden umgehen, aber PV dort ermöglichen, wo es um Eigenversorgung von Betrieben und Haushalten, um Doppelnutzung bspw. von agrarischen Flächen oder um die Nutzung von Sonderflächen wie Deponien geht. Mit solchen Regelungen werden wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in Kärnten leisten, damit sich der Standort Kärnten weiterentwickeln kann“, so Gruber.

Energielandesrat Sebastian Schuschnig betonte in seiner Rede, dass Kärnten einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und energieeffizienten Zukunft geht. „Energiepolitik und Versorgungssicherheit ist immer mehr auch Standortpolitik. Wir haben in Kärnten deshalb eine Trendwende im Energiebereich eingeleitet mit dem klaren Ziel, mehr Projekte zu ermöglichen. Wir setzen dabei auf einen Mix aus erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft, Photovoltaik, Windkraft und Biomasse als Standortfaktor und werden das Ausbautempo deutlich erhöhen. Aber dafür braucht es auch Änderungen in den gesetzlichen Grundlagen. Neben der Evaluierung der PV-Anlagen Verordnung, arbeiten wir an einem Energiewende-Beschleunigungsgesetz, um die Errichtung von erneuerbaren Energieanlagen liberaler zu gestalten. Darüber hinaus erarbeiten wir eine neue und zeitgemäße Energiestrategie, die erstmals auch die volkswirtschaftliche und standortpolitische Dimension der Energiepolitik berücksichtigt. Basis für diese ist eine wissenschaftliche Bedarfsprognose und eine Potenzialerhebung für erneuerbare Energieerzeugung in Kärnten.“

In seiner Keynote „Neue Wege erfordern neues Denken“ sprach der renommierte Wirtschaftsphilosoph, politische Berater und Vordenker Anders Indset über die Notwendigkeit einer Symbiose zwischen Mensch und Maschine, Technologie und Philosophie sowie Ökonomie und Ökologie: „Die heutige Technologie treibt uns in ein binäres, schnelles reaktives Denken zwischen Like und Dislike. Aber für die Energiewende brauchen wir Reflexion. Wir vergessen sonst wie privilegiert wir sind. Wir haben die ökonomischen Mittel und die Technologie, um Gestalter sein zu dürfen.“

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Gruppenfoto von links nach rechts: Danny Güthlein, Sebastian Schuschnig, Gilbert Isep (Kelag Aufsichtsratsvorsitzender), Gaby Schaunig, Martin Gruber, Reinhard Draxler

Über die „Konferenz Erneuerbare Energie“
Seit 2011 widmet sich die Kelag auf der „Konferenz Erneuerbare Energie“ zukunftsorientierten Fragestellungen im Bereich der Energieversorgung. Jahr für Jahr erarbeitet das Unternehmen Ideen, Lösungsansätze und Empfehlungen in Bezug auf innovative Energietechnologien, nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Energiepolitik. In Anbetracht der dringlichen Herausforderungen des Klimawandels und der Notwendigkeit einer ganzheitlichen Energiewende widmet sich die Konferenz im Jahr 2023 schwerpunktmäßig den Themen Kooperation und Beteiligung.

Der Kelag-Konzern ist einer der führenden Energiedienstleister in Österreich.

Die Konzernunternehmen sind in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Wärme österreichweit tätig, mit dem Schwerpunkt in Kärnten. Das 1923 gegründete Unternehmen hat umfassende Erfahrung im Erzeugen, Beschaffen, Verteilen und Verkaufen von leitungsgebundener Energie. Die Kelag gehört zu den großen Stromerzeugern aus erneuerbarer Energie - Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik - in Österreich. Das Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme. Die Kärnten Netz nimmt den Verteilernetzbetrieb für Strom und für Gas in Kärnten wahr. Internationale Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik sowie der Energiehandel im Ausland sind in der Kelag International gebündelt.

Neben dem Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger im In- und Ausland liegt der Schwerpunkt der Kelag auf Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählen beispielsweise Energieeffizienz- oder Energiemanagementlösungen wie Photovoltaik, Smart Metering und Smart Home. Darüber hinaus beschäftigt sich die Kelag mit den strategischen Entwicklungsfeldern E-Mobilität und Breitband/Glasfaser. Mit einem Konzernumsatz von € 1.061 Mio. und 1.578 qualifizierten Beschäftigten zählt der Kelag-Konzern zu den Kärntner Leitbetrieben.
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