Meldung vom 02.04.2026

Kelag-Bilanz 2025: Investitionsrekord für Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit

Kelag-Vorstände © Kelag I Henry Welisch

Reinhard Draxler (links) und Danny Güthlein (rechts)

Zu dieser Meldung gibt es: 7 Bilder

  • Höchstes Investitionsvolumen in über 100‑jähriger Unternehmensgeschichte: Der Kelag‑Konzern investierte 2025 rund 470 Mio. EUR in den Ausbau neuer Anlagen sowie in die Instandhaltung für erneuerbare Stromerzeugung, Netzinfrastruktur sowie Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.
  • Das Konzernergebnis sank 2025 um rund 20 Prozent auf rund 350 Mio. EUR (2024: rd. 438 Mio. EUR), der Umsatz belief sich auf rund 1.842 Mio. EUR (2024: rd. 1.979 Mio. EUR).
  • Höhere Ergebnisbeiträge aus Wachstumsinvestitionen konnten niedrigere Absatzpreise und eine unterdurchschnittliche Wasserführung nicht ausgleichen.
  • Für 2026 plant die Kelag ein weiteres Rekordprogramm von rund 550 Mio. EUR für den Ausbau erneuerbarer Energien, der Netzinfrastruktur und der Wärmeversorgung. Damit bleibt das Unternehmen ein wichtiger Investor für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung, Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Das Geschäftsjahr 2025 war für die Kelag von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt und es zeigte sich ein differenziertes Bild: Bei Haushaltskund:innen war der Absatz infolge der höheren Eigenversorgung leicht rückläufig. Im Bereich der Wärmeversorgung stiegen die Absatzmengen witterungs- und ausbaubedingt. Die Erzeugung fiel infolge der unterdurchschnittlichen Wasserführung geringer aus. In Summe wirkten niedrigere Absatzpreise.

Trotz höherer Ergebnisbeiträge aus den Wachstumsinvestitionen der vergangenen zwei Jahre sowie steigender Wärmeabsätze konnten die niedrigeren Absatzpreise, die rückläufigen Stromabsätze bei Haushaltskund:innen, die geringeren Gasmengen sowie die unterdurchschnittliche Wasserführung nicht ausgeglichen werden. In Summe sank das Konzernergebnis um rund 20 Prozent auf rund 350 Mio. EUR (2024: rd. 438 Mio. EUR).

Rekordinvestitionen in der Unternehmensgeschichte
Mit rund 470 Mio. EUR an Investitionen und Instandhaltungen setzte die Kelag 2025 das größte Programm ihrer über 100‑jährigen Unternehmensgeschichte um und zählt damit weiterhin zu den investitionsstärksten Leitbetrieben in Kärnten.

„Die geopolitischen Entwicklungen zeigen, wie verletzlich Europa bei Energieimporten weiterhin ist. Umso wichtiger sind Investitionen in erneuerbare Erzeugung, Netze und Wärme. Sie stärken Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und langfristig auch die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein.

„Jeder Euro, den wir investieren, schafft und sichert Arbeitsplätze in Kärnten, vor allem im Bau- und Baunebengewerbe. Schwerpunkte unserer Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen sind die Bereiche Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, Netzinfrastrukturen für Strom und Glasfaser-Internet sowie die Wärmeversorgung”, sagt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.

Beispiele für Investitions- und Instandhaltungsprojekte im Bereich Wasserkraft sind die Sanierung und Effizienzsteigerung von Maschinensätzen in den Kraftwerken Außer- und Innerfragant, die Vorarbeiten am Projekt Schwallausgleichskraftwerk Kolbnitz, die Erhöhung des Wurtenspeichers im Mölltal sowie die Errichtung des Kraftwerks Hammer im Lavanttal. Mit der Fertigstellung der Photovoltaikanlagen Mühlbach und Blasnitzen, dem Baubeginn einer PV‑Anlage im Burgenland, dem Start des Windparks Lavamünd sowie umfangreichen Vorarbeiten für die Projekte „110‑kV‑Netzerneuerung Mittelkärnten“ und „Netzraum Kärnten“ gemeinsam mit der APG wurden 2025 wichtige Projekte initiiert oder abgeschlossen. Ergänzt durch die Umsetzung der Wasserstoffanlage in Arnoldstein, den Baubeginn der Fernwärme Lustenau und der Wärmetransportleitung zwischen Wolfsberg und St. Andrä (Lavanttalschiene) leisten alle Projekte einen zentralen Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und regionaler Entwicklung.

Getrieben durch die intensiven Investitionsaktivitäten verzeichnete die Kelag ein leichtes Wachstum bei der Anzahl ihrer Mitarbeiter:innen. Gemessen an den Vollzeitäquivalenten im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Kelag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.147 Personen (2024: 2.058). Darunter sind 127 Lehrlinge, die zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet werden. Damit stärkt das Unternehmen nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern schafft auch zusätzliche attraktive und qualifizierte Arbeitsplätze in Kärnten.

Strategische Ausrichtung und Nachhaltigkeit
Die Kelag setzt ihr geplantes Investitionsprogramm von bis zu rund 4 Mrd. EUR bis zum Jahr 2034 weiter um. Im Fokus steht der Ausbau erneuerbarer Erzeugung, moderner Netzinfrastruktur und effizienter Wärmelösungen. Mit ihrem Investitionsprogramm leistet die Kelag einen wesentlichen Beitrag zu einer unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung und zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Die strategische und nachhaltige Ausrichtung sowie die finanzielle Stabilität der Kelag werden auch von externen Agenturen bestätigt: Standard & Poor’s bewertet das Unternehmen mit einem A-Rating mit stabilem Ausblick, EcoVadis mit einem Nachhaltigkeits-Goldrating.

Windkraft im Energiemix zentral für Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit
Der Jänner 2026 hat erneut gezeigt, wie groß die hohe Importabhängigkeit in Österreich ist: 27 Prozent des Strombedarfs mussten importiert werden, weitere 25 Prozent kamen aus heimischen Gaskraftwerken. Damit lag der Anteil der erneuerbaren Stromproduktion in diesem Monat unter 50 Prozent. Das unterstreicht, wie wichtig der konsequente Ausbau der Windkraft als zentrale Wintertechnologie ist.

Vor diesem Hintergrund forciert die Kelag den Ausbau der Windenergie weiter: In Österreich betreibt das Unternehmen bereits 20 Windkraftanlagen und arbeitet an weiteren Projekten. Über die Tochtergesellschaft Kelag International kommen 34 Anlagen in Südosteuropa hinzu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Windpark Ivan Sedlo (25 Megawatt) in Bosnien und Herzegowina erfolgreich in Betrieb genommen; in Nordmazedonien sind die Bauarbeiten am Windpark Gevgelija (30 Megawatt) weitgehend abgeschlossen.

Ausblick 2026: Rekordprogramm von rund 550 Mio. EUR
„Versorgungssicherheit und die Steigerung der Unabhängigkeit bilden mehr als je zuvor eine wichtige Basis für den Wirtschafts- und Energiestandort Kärnten. Deshalb hat der Aufsichtsrat der Kelag für das Geschäftsjahr 2026 ein Rekordinvestitions- und Instandhaltungsprogramm in Höhe von rund 550 Mio. EUR genehmigt”, erklärt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die Basis und der Nutzen zeigt sich bereits heute konkret im Alltag der Kundinnen und Kunden. „Wir sprechen oft von der Energiezukunft – dabei hat sie längst begonnen. Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Mobilität können Haushalte schon heute bis zu 35 Prozent an Energiekosten sparen, mit ausgereifter und verlässlicher Technologie. Die Kelag unterstützt ihre Kundinnen und Kunden dabei als verlässlicher Partner für leistbare und unabhängig erzeugte Energie“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Kelag auf Basis weiter sinkender Absatzpreise einen weiteren Rückgang des Konzernergebnisses. In einem volatilen Umfeld bleiben Ergebnisprognosen mit Unsicherheiten behaftet.


Der Kelag-Konzern ist einer der führenden Energiedienstleister in Österreich.

Die Konzernunternehmen sind in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Wärme österreichweit tätig, mit dem Schwerpunkt in Kärnten. Das 1923 gegründete Unternehmen hat umfassende Erfahrung im Erzeugen, Beschaffen, Verteilen und Verkaufen von leitungsgebundener Energie. Die Kelag gehört zu den großen Stromerzeugern aus erneuerbarer Energie - Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik - in Österreich. Das Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme. Die Kärnten Netz nimmt den Verteilernetzbetrieb für Strom und für Gas in Kärnten wahr. Internationale Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik sowie der Energiehandel im Ausland sind in der Kelag International gebündelt.

Neben dem Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger im In- und Ausland liegt der Schwerpunkt der Kelag auf Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählen beispielsweise Energieeffizienz- oder Energiemanagementlösungen wie Photovoltaik, Smart Metering und Smart Home. Darüber hinaus beschäftigt sich die Kelag mit den strategischen Entwicklungsfeldern E-Mobilität und Breitband/Glasfaser. Mit einem Konzernumsatz von € 1.842 Mio. und 2.147 qualifizierten Beschäftigten zählt der Kelag-Konzern zu den Kärntner Leitbetrieben.
Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (7)

Kelag-Vorstände
2 362 x 1 575 © Kelag I Henry Welisch
PV_Mühlbach_Kelag
2 362 x 1 327
Wasserkraft_Fragant1_Kelag
2 362 x 1 575
Bauarbeiten_Wasserkraftwerk Hammer_Kelag
2 362 x 1 327
Windkraft_Kelag
2 362 x 1 575
Heizwerk_Villach_Kelag Energie_Wärme
2 362 x 1 772
Lehre_Ausbildung_Kelag
2 362 x 1 575

Kontakt

Josef Stocker
Josef Stocker
Media Relations
Arnulfplatz 2
9020 Klagenfurt am Wörthersee
M: +43 (0)676 8780 1285
E: josef.stocker@kelag.at