Meldung vom 04.09.2023

Ausbildungsoffensive für Kärntens Energiezukunft: Stark gestiegenes Interesse an Lehre bei Kelag und Kärnten Netz

Lehrbeginn © Kelag

Kelag-Vorstand Reinhard Draxler, mit Kärnten Netz-Geschäftsführer Michael Marketz, Kelag-Personalchefin Michaela Sapetschnig und Kelag-Vorstand Danny Güthlein

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„Die Energiezukunft liegt bei jungen Menschen voll im Trend“, zeigt sich Kelag-Vorstand Danny Güthlein angesichts der hohen Anzahl an neuen Nachwuchskräften erfreut. „Am heutigen Tag starten 36 Jugendliche in unserer Lehrlingsschule bei der Kelag und der Kärnten Netz. Das sind um 20 % junge Talente mehr als noch vor zwei Jahren.“ Das Team der neuen Lehrlinge umfasst sechs Elektrotechnikerinnen und 17 Elektrotechniker, sechs Bürokauffrauen und einen Bürokaufmann, eine Betriebslogistikerin und zwei Betriebslogistiker, einen bautechnischen Zeichner sowie zwei Metall- und Maschinenbautechniker.

Gesellschaft im Wandel – technische Berufe werden attraktiver für junge Frauen
„Wir haben unsere Kommunikationsaktivitäten stark intensiviert, um noch mehr Jugendliche für die Kelag und vor allem mehr junge Frauen für die Technik zu begeistern. Und wir sind damit sehr erfolgreich“, erklärt Güthlein. „Rund 400 junge Menschen haben sich insgesamt bei uns beworben. Bereits jeder vierte neue technische Lehrling ist heuer weiblich. Diese Entwicklung zeigt, dass es uns gelungen ist, das Berufsbild der technischen Lehre noch attraktiver für junge Frauen zu machen“. Veränderungen gibt es auch bei den Vorqualifikationen der Lehrlinge. „Viele junge Menschen kommen als Quereinsteiger zu uns, haben also bereits davor eine andere Ausbildung abgeschlossen oder begonnen“, sagt Güthlein.

Fachkräfte für die Umsetzung der Energiewende
„Die Energiewende findet nicht auf dem Papier statt. Sie ist eine reale Aufgabe, die von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Engagement und Know-how gestaltet wird“, sagt Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag. „Heute müssen wir die Fachkräfte von morgen ausbilden, das ist eine wesentliche Herausforderung für unser Unternehmen aber auch für die Gesellschaft.“ Die Energiezukunft wird digital, komplex und stark vernetzt sein. Die jungen Talente müssen das Gesamtsystem aus Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie und dem sicheren Betrieb des Stromnetzes verstehen“, betont Reinhard Draxler.

„Dieses Gefüge verändert sich aufgrund der Energiewende stark und wird sich dynamisch weiterentwickeln“, so Draxler. Bereits heute liefern zehntausende kleine Kraftwerke in Form von PV-Anlagen Strom in das Kärntner Netz „In wenigen Jahren werden noch viel mehr PV-Anlagen installiert werden. Trotzdem muss das Gesamtsystem weiter verlässlich funktionieren. Aus diesem Grund verstärken wir den Ausbildungsschwerpunkt Photovoltaik, das zeigt auch der PV-Zaun auf zwei Seiten des Geländes unserer Lehrlingsschule. Die Stromerzeugung aus Sonnenkraft spielt für die Energiewende eine wichtige Rolle“, unterstreicht Draxler.“

Ausbau und Erneuerung der Netze für die Energiewende
„Ein leistungsfähiges Stromnetz ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende“, betont Michael Marketz", Geschäftsführer der Kärnten Netz. „Wir suchen Fachkräfte und bilden selbst Fachkräfte aus. Besonders wichtig ist uns die duale Ausbildung, um den Fachkräften von morgen sowohl das theoretische technische Wissen als auch die praktischen Fertigkeiten zu vermitteln. Die Absolventen unserer eigenen Lehrlingsausbildung sind eine tragende Säule unseres Unternehmens.“

Die Kärnten Netz wird in den kommenden zehn Jahren rund eine Milliarde Euro in den Ausbau und in die Erneuerung des Stromnetzes investieren. „Dieses Vorhaben können wir nur mit qualifizierten Fachkräften umsetzen. Es freut mich, dass es uns gelungen ist, trotz des starken Wettbewerbs auf dem Lehrstellenmarkt die gewünschte Zahl von jungen Talenten anzusprechen und unsere Bemühungen als Ausbildungsbetrieb geschätzt werden. Wir wollen unsere Lehrlinge zu Spezialisten für die Umsetzung der Energiewende qualifizieren und möglichst viele von ihnen nach der Lehre in unseren Personalstand übernehmen.“

Zukunftssichere Ausbildung für Kärnten
Eine abgeschlossene Lehre ist die Basis für viele Arbeitsplätze in der Kelag und ihren Tochtergesellschaften. Das beginnt bei der Montage in der Kärnten Netz, geht über die Stromerzeugung hin zu Bereichen wie IT, Energiehandel und Energieberatung bis hin zu kaufmännischen Aufgaben. „Wer die Lehre bei der Kelag oder der Kärnten Netz abgeschlossen hat, verfügt über eine fundierte Ausbildung, ist qualifiziert für vielfältige zukünftige technische Fragestellungen, für die es vielleicht heute noch keine Lösung gibt“, erklärt Kelag-Personalchefin Michaela Sapetschnig. „Daher investieren wir in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Kärntner Regionen „Wir sind ein stabiler und verlässlicher Arbeitgeber mit einer großen Verantwortung für das Funktionieren der sicheren Energieversorgung. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Kärnten, ganz besonders mit den Zielsetzungen des Klimaschutzes und der Energiewende.“

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Der Kelag-Konzern ist einer der führenden Energiedienstleister in Österreich.

Die Konzernunternehmen sind in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Wärme österreichweit tätig, mit dem Schwerpunkt in Kärnten. Das 1923 gegründete Unternehmen hat umfassende Erfahrung im Erzeugen, Beschaffen, Verteilen und Verkaufen von leitungsgebundener Energie. Die Kelag gehört zu den großen Stromerzeugern aus erneuerbarer Energie - Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik - in Österreich. Das Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme. Die Kärnten Netz nimmt den Verteilernetzbetrieb für Strom und für Gas in Kärnten wahr. Internationale Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik sowie der Energiehandel im Ausland sind in der Kelag International gebündelt.

Neben dem Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger im In- und Ausland liegt der Schwerpunkt der Kelag auf Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählen beispielsweise Energieeffizienz- oder Energiemanagementlösungen wie Photovoltaik, Smart Metering und Smart Home. Darüber hinaus beschäftigt sich die Kelag mit den strategischen Entwicklungsfeldern E-Mobilität und Breitband/Glasfaser. Mit einem Konzernumsatz von € 1.061 Mio. und 1.578 qualifizierten Beschäftigten zählt der Kelag-Konzern zu den Kärntner Leitbetrieben.
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